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II. Weltkrieg (1. September 1939 bis 02. September 1945). Deutsche Kapitulation am 08. Mai 1945
1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Überfall auf Polen. Aus einem europäischen Konflikt entwickelte sich schnell ein weltweiter Krieg, an dem Staaten auf mehreren Kontinenten beteiligt waren.
1941 weitete sich der Krieg mit dem Angriff Japans auf Pearl Harbor und dem Eintritt der Vereinigten Staaten in die Kampfhandlungen zu einem globalen Konflikt aus.
1945 endete der Krieg in Europa mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai. Die Kapitulation Japans am 2. September 1945 beendete schließlich den Zweiten Weltkrieg weltweit.
Krieg und seine Folgen
Der Zweite Weltkrieg kostete Millionen Menschen das Leben. Soldaten und Zivilisten wurden gleichermaßen Opfer von Krieg, Gewalt, Vertreibung und Verfolgung. Ganze Städte und Landschaften wurden zerstört, Familien auseinandergerissen und unzählige Menschen körperlich und seelisch verwundet.
Auch Gebesee blieb von den Folgen des Krieges nicht verschont. Viele Einwohner verloren Angehörige oder mussten Leid, Flucht und Entbehrungen ertragen.
Das Denkmal an der B 4
Das Denkmal an der B 4 erinnert an die Opfer der beiden Weltkriege und mahnt zum Frieden.
Es erinnert an die 99 Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie an die 174 im Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen Soldaten und Zivilisten aus Gebesee.
Damit ist es nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch eine Mahnung an die Verantwortung jedes Einzelnen, sich für Frieden, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.
Erinnerung bewahren
Geschichte wiederholt sich nicht. Doch menschliches Handeln, politische Konflikte und Gewaltbereitschaft können sich wiederholen.
Deshalb sind Orte des Erinnerns wichtig. Sie helfen uns, die Vergangenheit zu verstehen, aus ihr zu lernen und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Das Denkmal an der B 4 steht somit nicht nur für die Opfer vergangener Kriege. Es steht auch für die Hoffnung auf Frieden und ein gemeinsames Leben in Freiheit und Menschlichkeit.
Quelle: Wikipedia, Artikel „Zweiter Weltkrieg“.
II. Weltkrieg -Die Kriegstoten der Gebeseer Familien






Lothar Streithoff, Steinmetzmeister in Gebesee, hat die Daten bereitgestellt. Indira Koch hat die Daten mit MS-EXCEL aufgearbeitet.
Albrecht Fischer hat sie für das Internet bearbeitet.
Gedanken zum Krieg und zum Denkmal an der B 4
Neulich wurde ich von einem Ortsfremden gefragt, was es eigentlich mit dem steinernen Löwen auf dem Denkmal an der B 4 auf sich hat. Er fährt häufig auf dem Weg zur Arbeit nach Erfurt an diesem Ort vorbei.
Ich erzählte ihm, was ich darüber wusste, und habe anschließend noch einiges nachgelesen.
Mehr als 100 Jahre sind seit dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind inzwischen über 80 Jahre vergangen. Dennoch bleiben die Folgen von Krieg, Gewalt und Vertreibung Teil unserer Geschichte und unseres kollektiven Gedächtnisses.
Das Denkmal an der B 4 erinnert an die 99 jungen Männer aus Gebesee, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. Zugleich steht es für die 174 im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder durch Kriegseinwirkungen getöteten Soldaten und Zivilisten aus Gebesee. Darüber hinaus erinnert es an die an Leib und Seele Verwundeten, an die aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen und an die Opfer von Gewalt und Gewaltherrschaft.
Das Denkmal ist damit weit mehr als ein Bauwerk aus Stein. Es ist ein Ort der Erinnerung, der Trauer und der Mahnung. Es erinnert uns daran, wohin Hass, Gewalt und Krieg führen können.
Für die Errichtung des Denkmals und des Gedächtnishains standen seinerzeit rund 50.000 Mark an Spendenmitteln zur Verfügung. Die Menschen jener Generation wollten einen dauerhaften Ort schaffen, an dem die Namen der Opfer bewahrt werden.
Heute, mehr als ein Jahrhundert später, wurde das Denkmal grundhaft saniert und im wesentlichen das architektonische Ensemble wieder hergestellt.
Wie wichtig Orte des Erinnerns und Gedenkens sind, zeigt auch der Krieg in der Ukraine. Er führt uns täglich vor Augen, dass Krieg keine Erscheinung längst vergangener Zeiten ist. Wir dürfen deshalb nicht wegsehen, als ginge uns das alles nichts an.
Der Preis eines Krieges ist unermesslich. Krieg zerstört nicht nur Häuser, Straßen, Brücken und Städte. Er zerstört Menschen. Er verwandelt Lebende in Tote und hinterlässt bei vielen Überlebenden tiefe seelische Wunden. Krieg verändert Menschen dauerhaft. Wer Gewalt ausübt oder ihr ausgesetzt ist, bleibt oft nicht derselbe.
Eindrucksvoll verdeutlicht dies Markus Bauer mit der Veröffentlichung des Kriegstagebuches seines Großonkels Leonhard März. Als Angehöriger einer Sanitätskompanie erlebte er die Schrecken des Krieges unmittelbar und verbrachte nach Kriegsende zweieinhalb Jahre in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Er kehrte nicht mehr in seine Heimat zurück. Seine Briefe und Aufzeichnungen geben einen bewegenden Einblick in das Denken, Hoffen, Leiden und Überleben einer Generation, die vom Krieg geprägt wurde. Das Buch trägt den Titel „Haufenweise liegen sie umher“.
Geschichte wiederholt sich nicht. Aber menschliche Verhaltensweisen wiederholen sich oft, im Guten wie im Bösen.
Deshalb sollten wir immer wieder Wege zu einem friedlichen Zusammenleben suchen. Die Würde des Menschen, Respekt, Toleranz und gegenseitige Achtung müssen unser Denken und Handeln bestimmen, nicht Gewalt, Hass, Fanatismus oder der Glaube an eine vermeintlich unfehlbare Ideologie.
Der Gebeseer-Kulturgut e. V. unterstützte deshalb die Bemühungen der Stadt Gebesee, das Denkmal an der B 4 zu erhalten und als Ort des Erinnerns, Gedenkens und der Mahnung für kommende Generationen zu bewahren.
Albrecht Fischer
Broschüre von Lothar Streithoff
Auf 27 Seiten sind die zivilen Opfer und die im Krieg Gefallenen des II. Weltkrieges mit persönlichen Daten erfasst. Die Broschüre kann im Eigenverlag Streithoff, Feldstr. 4, 99189 Gebesee zum Preis von 10 € gekauft werden.



Kontakt
99189 Gebesee
Albrecht Fischer
F.: 036201 – 58033
