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II. Weltkrieg (1. September 1939 bis 02. September 1945).  Deutsche Kapitulation am 08. Mai 1945

Als Zweiter Weltkrieg (1. September 1939 – 2. September 1945) wird der zweite global geführte Krieg sämtlicher Großmächte im 20. Jahrhundert bezeichnet. In Europa begann er am 1. September 1939 mit dem von Adolf Hitler befohlenen Überfall auf Polen. In Ostasien befand sich das Kaiserreich Großjapan bereits seit Juli 1937 im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg mit der Republik China und ab Mitte 1938 in einem Grenzkrieg mit der Sowjetunion.
Der japanische Angriff auf Pearl Harbor Anfang Dezember 1941 eröffnete den Pazifikkrieg. Die Vereinigten Staaten erklärten daraufhin Japan den Krieg. Kriegserklärungen Deutschlands und Italiens an die Vereinigten Staaten kamen dazu. Im Kriegsverlauf bildeten sich zwei militärische Allianzen, die als Achsenmächte und Alliierte (Anti-Hitler-Koalition) bezeichnet werden. Hauptgegner des nationalsozialistischen Deutschen Reiches waren in Europa das Vereinigte Königreich mit dem Kriegskabinett von Premierminister Winston Churchill an der Spitze sowie (ab Juni 1941) die unter der Diktatur Josef Stalins stehende Sowjetunion.
Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht endeten die Kampfhandlungen in Europa am 8. Mai 1945; die beiden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki führten zur Kapitulation Japans am 2. September 1945 und damit zum Kriegsende.“ Quelle: Wikipedia II. Weltkrieg 

II. Weltkrieg -Die Kriegstoten der Gebeseer Familien

Lothar Streithoff, Steinmetzmeister in Gebesee, hat die Daten bereitgestellt.  Indira Koch hat die Daten mit MS-EXCEL aufgearbeitet.
Albrecht Fischer hat sie für das Internet bearbeitet.

   Gedanken zum Krieg und dem Denkmal an der B 4

Neulich wurde ich von einem Ortsfremden gefragt, was hat es eigentlich mit dem steinernen Löwen auf der Mauer an der B4 auf sich, er fährt oft vorbei, wenn er mit dem PKW zur Arbeit nach Erfurt unterwegs ist.
Ich sagte ihm, was ich wusste, einiges habe danach noch nachgelesen.
Gut 100 Jahre sind nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und 78 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vergangen.
Ich erzählte ihm unter anderem, das unser Denkmal an der B 4  für die gefallenen Soldaten, getöteten Zivilisten, für die an Leib und Seele Verwundeten und für die vielen aus ihrer Heimat vertrieben Menschen seht.
Das Denkmal an der B4 ist ein Erinnerungsort an die 99 jungen Männer aus Gebesee, die im I. Weltkrieg getötet wurden,
es steht für die 174 während des II. Weltkrieg getöteten Gebesee‘ Soldaten und Zivilisten und für die Opfer jeglicher Gewaltherrschaft.
Es ist ein Ort der Trauer und der eindringlichen Mahnung, gegen das sinnlose Töten und gegen andere Gräueltaten.
Nach gut 100 Jahren ist unser Denkmal an der B4 in keinem guten Zustand. Die Bausubstanz zerfällt, der Zustand der Gedenkplatten ist gefährdet.
Es besteht dringender Sanierungsbedarf, um diesen Hain für die Stadt Gebesee zu erhalten. 
Das Denkmal wurde 1920 zum Gedächtnis an die 99 Gefallenen im I. Weltkrieg eingeweiht.
Für die Errichtung des Denkmals und des Gedächtnishains standen 50.000 Mark an Spendenmitteln bereit.
Wie wichtig solche Orte der Erinnerung und Mahnung sind, wird durch den nicht weit von Deutschland tobenden Krieg in der Ukraine deutlich. Wir sollten nicht wegsehen, als ob es uns nichts angeht. 
Der Preis des Krieges ist hoch. Krieg zerstört umfassend. Er zerstört nicht nur die Wege, die Städte, die Häfen. Krieg zerstört den Menschen. Er verwandelt Lebendige in Tote und hinterlässt in unzähligen Überlebenden tote Seelen. Wer Gewalt ausübt oder ihr ausgesetzt ist, wandelt sich in seinem Wesen. Er wird ein Anderer. 

Eindringlich hat das Markus Bauer, mit der Veröffentlichung des Kriegstagebuchs seines Großonkels Leonhard März getan.
Sein Großonkel diente in einer Sanitätskompanie und verbrachte zweieinhalb Jahre in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Er kehrte nie zurück. Gern hätte er ihn gefragt, wie all das Leid auszuhalten war. Gern hätte er verstanden, wie die Sehnsucht nach Daheim das Leben an der Front bestimmt und wie die Angst, die einen selbst zu zerreißen drohte, überstanden werden konnte. Vielleicht hätte er ihn auch nicht aus heutiger Sicht verstehen können. Aber seine Briefe sind ein beredets Dokument vom Denken und Fühlen einer verheizten Generation. Das Buch trägt den Titel „Haufenweise liegen sie umher“.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber wohl die menschlichen Verhaltensweisen – im Guten wie im Bösen.
Lassen wir uns einen Weg zum friedlichen Zusammenleben suchen, das die Würde und Unversehrtheit des Einzelnen unser Denken und Handeln prägen und nicht der Kult des Terrors oder unfehlbarer Ideologie oder Religion.
Die Interessengruppe Gebeseer Kulturgut unterstützt die Bemühungen der Stadt das Denkmal an der B 4 zu sanieren. 

von Albrecht Fischer

Broschüre von Lothar Streithoff
Auf 27 Seiten sind die zivilen Opfer und die im Krieg Gefallenen des II. Weltkrieges mit persönlichen Daten erfasst. Die Broschüre kann im Eigenverlag Streithoff, Feldstr. 4, 99189 Gebesee zum Preis von 10 € gekauft werden.

2011 – Eigenverlag Lothar Streithoff – 27 Seiten – 10,00 €

Gebeseer-Kulturgut

Kontakt

99189 Gebesee
Albrecht Fischer     
F.: 036201 – 58033

Mails an:

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