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I. Weltkrieg (1. August 1914 bis 11. November 1918)
Der Erste Weltkrieg war der erste globale Krieg der Neuzeit. Er wurde zwischen 1914 und 1918 in Europa, Vorderasien, Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren ausgetragen.
Beginn des Krieges
28. Juni 1914 erschütterte das Attentat von Sarajevo Europa. Die darauf folgende Julikrise führte zu einer Kette von Kriegserklärungen.
Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Aus einem regionalen Konflikt entwickelte sich innerhalb weniger Wochen ein weltweiter Krieg.
Die Kriegsparteien
Zu den Mittelmächten gehörten:
- Deutsches Kaiserreich
- Österreich-Ungarn
- Osmanisches Reich
- Bulgarien
Zu den wichtigsten Gegnern zählten:
- Frankreich
- Großbritannien
- Russland
- Serbien
- Belgien
- Italien
- Rumänien
- Japan
- Vereinigte Staaten von Amerika
Insgesamt beteiligten sich rund 40 Staaten am Krieg. Nahezu 70 Millionen Menschen standen unter Waffen.
Opfer und Folgen
Der Erste Weltkrieg forderte etwa 17 Millionen Todesopfer und hinterließ Millionen Verwundete, Traumatisierte und Heimatlose.
Der Krieg veränderte Europa grundlegend. Mehrere Monarchien zerfielen, neue Staaten entstanden und die politischen Spannungen der Nachkriegszeit legten den Grundstein für weitere Konflikte.
Ende des Krieges
11. November 1918 endete der Krieg mit dem Waffenstillstand von Compiègne. Nach mehr als vier Jahren Kampfhandlungen schwiegen die Waffen.
Bedeutung für Gebesee
Auch Gebesee blieb von den Folgen des Krieges nicht verschont. Viele Familien verloren Angehörige. Das Denkmal an der B 4 erinnert bis heute an die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges und mahnt zum Frieden.
Quelle: Wikipedia, Artikel „Erster Weltkrieg



Lothar Streithoff, Steinmetzmeister in Gebesee, hat die Daten zusammengestellt.
Albrecht Fischer hat sie für das Internet bearbeitet.
Gedanken zum Krieg und zum Denkmal an der B 4
Neulich wurde ich von einem Ortsfremden gefragt, was es eigentlich mit dem steinernen Löwen auf dem Denkmal an der B 4 auf sich hat. Er fährt häufig auf dem Weg zur Arbeit nach Erfurt an diesem Ort vorbei.
Ich erzählte ihm, was ich darüber wusste, und habe anschließend noch einiges nachgelesen.
Mehr als 100 Jahre sind seit dem Ende des Ersten Weltkrieges vergangen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind inzwischen über 80 Jahre vergangen. Dennoch bleiben die Folgen von Krieg, Gewalt und Vertreibung Teil unserer Geschichte und unseres kollektiven Gedächtnisses.
Das Denkmal an der B 4 erinnert an die 99 jungen Männer aus Gebesee, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. Zugleich steht es für die 174 im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder durch Kriegseinwirkungen getöteten Soldaten und Zivilisten aus Gebesee. Darüber hinaus erinnert es an die an Leib und Seele Verwundeten, an die aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen und an die Opfer von Gewalt und Gewaltherrschaft.
Das Denkmal ist damit weit mehr als ein Bauwerk aus Stein. Es ist ein Ort der Erinnerung, der Trauer und der Mahnung. Es erinnert uns daran, wohin Hass, Gewalt und Krieg führen können.
Für die Errichtung des Denkmals und des Gedächtnishains standen seinerzeit rund 50.000 Mark an Spendenmitteln zur Verfügung. Die Menschen jener Generation wollten einen dauerhaften Ort schaffen, an dem die Namen der Opfer bewahrt werden.
Heute, mehr als ein Jahrhundert später, wurde das Denkmal grundhaft saniert und im wesentlichen das architektonische Ensemble wieder hergestellt..
Wie wichtig Orte des Erinnerns und Gedenkens sind, zeigt auch der Krieg in der Ukraine. Er führt uns täglich vor Augen, dass Krieg keine Erscheinung längst vergangener Zeiten ist. Wir dürfen deshalb nicht wegsehen, als ginge uns das alles nichts an.
Der Preis eines Krieges ist unermesslich. Krieg zerstört nicht nur Häuser, Straßen, Brücken und Städte. Er zerstört Menschen. Er verwandelt Lebende in Tote und hinterlässt bei vielen Überlebenden tiefe seelische Wunden. Krieg verändert Menschen dauerhaft. Wer Gewalt ausübt oder ihr ausgesetzt ist, bleibt oft nicht derselbe.
Eindrucksvoll verdeutlicht dies Markus Bauer mit der Veröffentlichung des Kriegstagebuches seines Großonkels Leonhard März. Als Angehöriger einer Sanitätskompanie erlebte er die Schrecken des Krieges unmittelbar und verbrachte nach Kriegsende zweieinhalb Jahre in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Er kehrte nicht mehr in seine Heimat zurück. Seine Briefe und Aufzeichnungen geben einen bewegenden Einblick in das Denken, Hoffen, Leiden und Überleben einer Generation, die vom Krieg geprägt wurde. Das Buch trägt den Titel „Haufenweise liegen sie umher“.
Geschichte wiederholt sich nicht. Aber menschliche Verhaltensweisen wiederholen sich oft, im Guten wie im Bösen.
Deshalb sollten wir immer wieder Wege zu einem friedlichen Zusammenleben suchen. Die Würde des Menschen, Respekt, Toleranz und gegenseitige Achtung müssen unser Denken und Handeln bestimmen, nicht Gewalt, Hass, Fanatismus oder der Glaube an eine vermeintlich unfehlbare Ideologie.
Der Gebeseer-Kulturgut e. V. unterstützte deshalb die Bemühungen der Stadt Gebesee, das Denkmal an der B 4 zu erhalten und als Ort des Erinnerns, Gedenkens und der Mahnung für kommende Generationen zu bewahren.
Albrecht Fischer

Steinmetzmeister Lothar Streithoff aus Gebesee hat die im I. Weltkrieg Gefallenen Gebeseer erfasst.
In einer 3 -seitigen Broschüre wurden den Namen der Gefallenen das Alter der vermissten Status und die militärische Gattung zugeordnet.
Zum Preis von 2 € kann im Eigenverlag Streithoff, Feldstr. 4, 99189 Gebesee, die Broschüre zum Preis von 2 € gekauft werden.
Gebeseer-Kulturgut e.V.
AmtsG Sömmerda/ VR: 150939
. FA Eft: 151/141/20771 .
Kontakt
99189 Gebesee
Albrecht Fischer
F.: 036201 – 58033
