Historische Bilder

Die Erntezeit naht,
ein historisches Bild, wie vor gut 70 Jahren Getreide in Gebesee gedroschen wurde.
Das Bild und alle Rechte stammen aus dem Fundus von Martin Schuchardt aus Gebesee. Am Lanz Bulldog steht sein Vater Oskar.
– August Otto sackt Getreide an der Maschine ab.
– Maria Laurisch legt die Getreidegarben auf der Maschine zurecht.
– Die Lanz-Dreschmaschine gehörte der Fam. Grenzemann und stand zur Erntezeit in der Triftstraße in Gebesee.
-Der Dreschkasten der Fam. Schlegel (Besitzer der ehem. Autoreparaturwerkstatt Ringlebener Str.) befand sich auf dem jetzigen Gelände der Agrar GmbH am Herbslebener Weg.
– Weitere Maschinen wurden von der Fam. Gaßmann, (Nordhäuser Str.) und Luther betrieben.
+Wer mehr wissen will, setzt sich mit Martin Schuchardt bzw. dem Verein Gebeseer-Kulturgut e.V. in Verbindung.
Dreschmaschinen sind heute im professionellen Bereich nicht mehr im Einsatz, sie wurden in Deutschland in den 1950er bis 1960er Jahren durch Mähdrescher verdrängt. Es gab stationäre und fahrbare Dreschmaschinen.
Das Unternehmen Heinrich Lanz wurde 1859 in Mannheim gegründet. Lanz war Ende 1880 der größte Landmaschinenhersteller in Europa. 1956 wurde Lanz von der US-amerikanischen Firma John Deere übernommen.
Seit 1967 verwendet John Deere die Marke „Lanz“ nicht mehr.
Lanz-Dreschmaschinen gehörten zu den besten der Welt.
Der Lanz Bulldog, war einzigartig zu seiner damaligen Zeit.
Den Rohölmotor mit 12 PS (8,8 kW) und Glühkopfzündung, etw. Dr. Ing. Fritz Huber. Dieser Glühkopfmotor gehörte z. ersten Bulldog und lief mit nahezu jedem Treibstoff – vom billigen Rohöl bis zum heimischen Pflanzenöl. Im II.Weltkrieg wurden rund 90 % des Lanz-Werkes zerstört.
Lanz-Quelle: s. Wikipedia
Die Gebeseer Jagdgesellschaft um 1900
Vor dem Vereinshaus der Jagd- und Schützengesellschaft versammelten sich die damaligen Herrschaften der Gebeseer-Jagdgesellschaft zum Gruppenfoto.
> Wer gehörte zu diesem illustren Kreis?
> Wer hatte um 1900 das Sagen in der Stadt?
Dazu ist mir ein Bild aus dem Fundus von Adolf Plock in die Hände gekommen.
Wenn man ein wenig in den Geschichtsbüchern blättert erfährt man, dass das Jagdrecht in dieser Zeit eng mit dem Grundbesitz verbunden war und man davon ausgehen kann, dass sich hier die Gesellschaft der Schlossherren und Freigutsbesitzer versammelt hatte.
> Oskar Gründler, ein Historiker unserer Stadt, schrieb, dass das Schloss1850 an den geheimen Kammerrat Freiherrn Adolf Eduard von Brincken (1791–1869) verkauft wurde.
Geboren wurden ihm die Söhne Franz Egon (1835–1906) und Johann Ernst Lothar (1836–1908).
Lothar blieb unverheiratet, war Landrat in Weißensee und starb in Gebesee.
Er hatte einen Dalmatiner als Jagdhund, schrieb Gründler, den er oft ausführte. Von den Ortsansässigen bekam er den Namen „Hagestolz“.
Auf dem Bild, der rechts sitzende Herr mit Hund, könnte der Freiherr Johan Ernst Lothar im Alter von 64 Jahren sein.
> Um 1900 existierten neben den weitreichenden Schlossbesitzungen noch 6 Freigüter mit großen landwirtschaftlichen Flächen.
Zwei gehörten der Familie Wilhelm in der Au und eins der Familie Vollbracht, diese Güter lagen an der Nordseite der Mühlstr.
Das Klugsche Gut lag an der Bahnstr. 1, die Güter, Pfarrgasse 3 und am Markt 14 (Pfaffenhof), gehörten den Geschwistern Voigt.
Die kühne Annahme ist, dass die auf den Stühlen sitzenden Herren, etwa um die 30 Jahre alt, die Geschwister Voigt oder in der Au sind.
>Damit haben damit zumindest einige Familiennamen der Herren zusammengebracht, die in der Jagdgesellschaft vertreten sein könnten.





Hausschlachtung in Gebesee vor 80 Jahren
In der kalten Jahreszeit wurde vor vielen Jahrzehnten auf den Gehöften ein Schwein geschlachtet.
Was heute einige abstoßend empfinden, war früher Alltäglichkeit, wie hier in Gebesee in der Deichstraße um das Jahr 1946.
Im Bild von links der Urgroßvater Louis Fischer, Karl, der Schlachter, Ehefrau Hedwig geb. Krone, Kurt und vorn die beiden Schlothauerkinder.
So tot ernst war es nur für die Schweine, aber die beiden Jungs sind bestimmt zum Veräppeln nach Hause geschickt worden, um den Kümmelspalter oder den Speckhobel zu holen :).
Alle Rechte Albrecht Fischer


Gebesee Marktplatz um 1930, Marktfest- Frühjahrsspende, Rathaus, Laurentiuskirche und Litfaßsäule
Rechte u. Original von Bernd Hofmann, Gebesee,
Bearbeitet: Gebeseer-Kulturgut e.V.
Kind am Brunnen (rechts):
1958, Martin Schuchardt auf der Brunnenpumpe, am Rappteller, rechts die Mauer der abgerissenen Scheune der Fam. Dölle, das Haus in der Mittelgasse hinter der Litfaßsäule war bis in die 1930er-Jahre das Gasthaus „Mehnert“. Auf dem Rappteller in der Mittelstraße stand die Waidmühle. Der Mühlstein wurde durch Pferde (Rappen) in Bewegung gehalten. Ein vorgespanntes Pferd bewegte den Stein im Kreis (Teller). Teile des alten Waidmühlsteins wurde später im Fundament des Pfarrhauses gefunden.
Die Wasserpumpe ist noch vorhanden und bedarf einer Sanierung.
Rechte und Original: Martin Schuchardt
Bearbeitet: Gebeseer-Kulturgut e.V.

Unser Verein „Gebeseer-Kulturgut e. V.“ sucht Fotobegeisterte, die den großen Fundus an historischen Fotos digital aufbereiten und archivieren.
Gern jüngere Leute, wir müssen die Nachfolge sichern, damit jetzt Erforschtes nicht wieder verloren geht.

Mandolinenklub „Edelweiß“ Gebesee., gegründet 1919
Die Mandoliner zauberten bis in 1950er-Jahre mediterranes Flair in die Straßen und Gassen unserer Stadt.
Gründungsmitglieder:
Hugo Funke, Edwin Funke,
Hugo Hausmann, Erich Engler,
Bruno Winzer, Otto Hennig,
Walter Mörseburg, Willy Bennewitz, Hermann Busch, Walter Seegebrecht, Gerhard Trapp, Hermann Karl,
Willi Radix, Edwin Heinze,
Mittlere Reihe, Mitte- Hugo Funke.
Die bunten Bänder am Mandolinenhals waren Usus.
Original und Rechte; Marianne Steiger
Bearbeitet: Gebeseer-Kulturgut e.V. Albrecht Fischer
Kontakt
99189 Gebesee
Albrecht Fischer
F.: 036201 – 58033
